Als letzter Great Walk unserer Reise stand der Tongariro Northern Circuit auf der Agenda.

Nach der Whanganui River Journey haben wir uns also nochmal drei Nächte in Ohakune einquartiert, uns erholt und das Tropentief abgewartet, dass Neuseeland über diese Tage fest im Griff hatte. Wir hatten wirklich Glück, dass es genau zwischen unseren beiden Great Walks auf Neuseeland getroffen ist, so dass wir beide (mehr oder weniger vollständig) absolvieren konnten.

Wir haben den Tongariro Northern Circuit von Whakapapa Village aus gestartet, wobei wir die erste Tagesetappe leider ausfallen lassen mussten. Im November hatte ein Buschfeuer 3.000 Hektar westlich der Vulkane niedergebrannt, so dass der Abschnitt noch nicht wieder begehbar war. Wir haben also von Whakapapa Village aus ein Shuttle zur ersten Hütte, der Mangatepopo Hut, genommen.


Am zweiten Tag sind wir früh morgens aufgebrochen. Der Plan für den Tag war sehr fordernd. Über 800 m Auf- und Abstieg über den Tongariro auf sehr schwierigem Untergrund ehe es dann nochmal für ca. 15 km die Hänge des Ngauruhoe entlang bis zur Waihohonu Hut ging. Während der Wanderung konnten wir hierbei alles an Wetter mitnehmen von Regen, Wandern durch Wolken, starken Windböen bis hin zur gleißender Sonne auf den Osthängen der Vulkane. Wir konnten also hautnah miterleben, warum das zentrale Vulkanmassiv der Nordinsel als Wetterküche berüchtigt ist 😬😅

Als wir dann abends nach einer gut zehnstündigen Wanderung an der Hütte angekamen, waren wir glücklich über den eiskalten und klaren Waihohonu River an der Hütte. Nach einem erfrischendem Bad in dem Fluss haben wir den Abend in der tollen, neuen Hütte ausklingen lassen.


Am morgen des letzten Tages der Wanderung wurden wir morgens mit einer fantastischen Aussicht auf den Ruapehu begrüßt. Heute ging es die Hänge hinauf bis zum Sattel zwischen dem Ruapehu und Ngauruhoe.

Hier konnten wir noch einmal das besondere Wetter des Vulkanmassiv voll auskosten.

Morgens waren wir auf der Ostflanke der Berge bei strahlendem Sonnenschein und gutem Wetter aufgebrochen und sobald wir den Sattel erreicht hatten liefen wir in eine Wand aus Wolken, so dass man kaum vorankam und auch nicht sehr weit blicken konnte. Nachdem wir wieder etwas hinab gestiegen waren, schlug das Wetter dann wieder um und wir konnten den letzten Abschnitt der Wanderung, unter anderem mit den Taranaki Falls, nochmal mit gutem Wetter genießen.