Und zu Beginn ihres gemeinsamen Weges wandelten sie sodann entlang der Ufer des Anduin... äh Waiau Rivers ;)

Der erste Abschnitt unseres ersten Tracks im Fjordland National Park führte uns entlang des Waiau Rivers, an dem sich zwei gewisse Hobbits von den Gefährten getrennt haben - oder zumindest Teile der Szene gedreht wurden 😜 Der Waiaur River entspringt aus dem Lake Te Aunau, an dem es ebenfalls ein Stück entlang ging. Die Strahlen der Morgensonne ließen den Wald dabei in wunderbarem Licht erscheinen. Nachdem die Wettervorhersage zunächst nicht so rosig ausgesehen hatte, hat sich zuletzt das schlechte Wetter nach vorne verschoben und wir hatten doch sonnenreiche Tage für unseren Great Walk. Vom Lake Te Anau startete dann der größte Anstieg des Kepler Tracks durch den Wald, an Kreidefelswänden vorbei, bis über die Baumgrenze hinaus zur Luxmore Hut. Dort haben wir noch den Eingang einer nahegelegenen Karsthöhle besichtigt. Danach gab es das wohlverdiente Abendessen und wir haben dem, wie so oft sehr ausführlichen und witzigen, "hut talk" des Hüttenwärters gelauscht. Sehr passend zu den Ausführungen zu Keas, kam genau die Kea-Dame Hoppy angeflogen, hüfte über die Ballustrade und guckte durch das Fenster . Die alpinen Papageien sind sehr neugierig und intelligent, wodurch sie einerseits sehr süß, aber auch herausfordend sind. Sie nehmen gerne Dinge auseinander und erkunden alles, was sie wiederum oft in Schwierigkeiten bringt. Der Tag endete dann mit einem schönen Sonnenuntergang.

Wie der vorherige Tag mit einen tollen Sonnenuntergang geendet hat, so begann der nächste Tag mit einem herrlichen Sonnenaufgang.
Heute ging es weiter hoch bis auf den Gipfel des Mount Luxmore, von wo aus wir eine wundervolle Rundumsicht über die langgezognen Ausläufer des Lake Te Anau und die umgebenden Berge hatten. Auch der weitere Weg verlief den größten Teil des Tages über der Baumgrenze und die sich immer wieder neu ergebenden Aussichten auf das beeindruckende Relief waren atemberaubend. Zum Ende der Tagesetappe ging es steil bergab zur Iris Burn Campsite. Dort angekommen haben wir einen kleinen Abstecher zu einem Wasserfall gemacht. Das eiskalte Wasser des darunter liegenden Pools war eine Überwindung, aber sehr erfrischend. An der Campsite haben wir erst nach dem Abendessen unser Zelt aufgebaut, da wir von der hier ansässigen Kea-Familie bereits gewarnt wurden. Trotzdem mussten wir nachts dann ab und zu ein wenig Vergrämungsarbeit leisten, wenn man mal wieder von einem verdächtigen Nibbeln an den Zeltschüren und der -plane geweckt wurde... 🦜

Der letzte Tag startete etwas wolkiger, aber heute stand haptsächlich ebener Weg durch den Wald entlang des Flusses an. Bei dem schnellfießenden, klaren Wasser hatten wir dann das Glück eine Blue Duck zu sehen, die sich die Steine absuchend langsam ihren Weg den Fluss hinauf gesucht hat!
Der Fluss mündet in den Lake Manapuri in den auch wiederum der Wairau River fließt. Am See hat sich die Sonne wieder gezeigt und so bot sich nochmal eine gute Badegelegenheit (v.a. im Vergleich zu den gestrigen Wassertemperaturen). Und bei was für einer Hintergrundkulisse!
Von hier aus waren es nur noch ca. 1,5 Wegstunden bis zum Parkplatz und der Kepler Track geschafft 🙌

Wer noch weitere Infos zum Track nachlesen möchte, kann hier nachschauen:
https://www.doc.govt.nz/globalassets/documents/parks-and-recreation/tracks-and-walks/southland/great-walks-kepler-track-brochure.pdf