Nach unserem kurzen Aufenthalt in Oamaru haben wir uns nach Dunedin aufgemacht. Immer die Küste entlang haben wir natürlich auch einen Stopp bei den Moureaki Bouldern eingelegt. Diese natürlichen Betonkugeln kommen hier im Süden entlang der Küste des Otagos häufiger vor, aber hier liegen besonders schöne und viele Exemplare an den Stränden. Um einen Kristallisationskern im Sediment, z.B. eine Muschel, bildet sich durch sehr kalkhaltiges Grundwasser dann ein natürlicher Beton aus, der stetig über die tausende Jahre weiter um den Kern spährisch anwächst. Irgendwann werden die Kugeln dann von Wind und Wetter wieder freigelegt und können bestaunt werden, ehe sie wieder von der Natur zerkleinert werden. 🤓

Die berühmten Moreaki Boulder zwischen Oamaru und Dunedin. Die großen Kugeln mussten natürlich erstmal ordentlich vermessen werden 👷‍♂️📏


Wer sich noch ggf. erinnert - im Hokianga Harbour im Northland hatten wir auch die Koutu Boulders besichtigt, die die gleiche geologische Entstehung haben.

In Dunedin angekommen haben wir zuerst die Baldwin Street besichtigt, ihres Zeichens die steilste Straße der Welt. Im Anschluss sind wir durch den botanischen Garten zur Universität gelaufen und haben uns dort die alten (für neuseeländische Verhältnisse) viktorianischen Universitätsgebäude angeschaut.

Die Baldwin Street ist (laut Guinness) die steilste Straße der Welt. Die viktorianischen Gebäude der Universität sind ein Wahrzeichen der Stadt.


Am zweiten Tag sind wir dann von Dunedin aus auf die Otage Peninsula gefahren und haben in der Sandfly Bay Seelöwen beobachtet. Unterwegs gab es immer wieder herrliche Aussichten zu genießen. Am Nachmittag sind wir dann in das Royal Albatross Centre an der Spitze der Peninsula gefahren. Hier gibt es die einzige "Festland" (Neuseeland ist für die Kiwis keine Inseln 🤔) Kolonie der Royal Northern Albatrosse, die intensiv vom Naturschutz und der Wissenschaft begleitet wird. Die Kolonie ist noch sehr jung, hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts dort geründet und beinhaltet mittlerweile knapp 50 Brutpaare. Die Riesen der Lüfte konnten wir auf ihren Nestern beobachten und wir hatten sogar Glück, dass ein Albatross gerade in die Kolonie eingesegelt kam. Das war ein Anblick 🤩

Danach haben wir uns noch die lokale Ausstellung angeschaut, die sehr empfehlenswert ist.

Die Otago Peninsula hat allerlei zu bieten. Neben den rauen Steilküsten und Sandständen überzeugt hier der Tierreichtum, der sich durch die Meeresströmungen und Kelpwälder ergibt. Seelöwen und Albatrosse sind hier die großen Aushängeschilder.


Am Folgetag haben wir das Naturschutz-Besuchsprogramm fortgesetzt und das Orokonui Ecosanctuary besucht. Hier wurde in einem Tal mit Hilfe eines Säugetier sicheren Zaunes eine "Predator" freie Zone, also eine Zone ohne eingeschleppte Säugetiere, eingerichtet. Hier finden viele heimische und vor allem auch bedrohte Arten ein Refugium. Ebenfalls werden hier Zuchtprogramme für bedrohte Vogel- und Reptilienarten durchgeführt. Der Nachwuchs wird dann für weitere Schutzgebiete oder Wiederansiedlungen genutzt.

In dem 307 ha großen Habitat, können sich die Tiere frei bewegen und nur die flugunfähigen Vögel wie Kiwi und Takahē können das Gebiet nicht verlassen.

Auf unseren kleinen "Safari" durch das Ecosanctuary konnten wir dann auch eine Takahē-Familie und einige Kaka entdecken. Im Anschluss haben wir uns im Café des Ecosanctuary aufgewärmt - leider hat uns hier ein antarktisches Tief seit ein paar Tagen fest im Griff 😵‍💫😶‍🌫️🌧

In der Orokonui Ecosanctuary bietet einen, von eingeschleppten Beutetieren, freien Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Das 307 ha große Areal beherbergt Takahē, Kakas, Kiwis und viele weitere Arten.