Nach unserem Aufenthalt in Queenstown stand der dritte Great Walk im Fjordland an: der Routeburn Track. Wir sind von Queenstown aus mit Bus wieder an Te Anau vorbei gefahren und sind vom Eglinton Valley aus über das Humboldt Gebirge Richtung Glenorchy/Queenstown gelaufen.

Der Track ist zwar mit 33 km recht kurz, aber aufgrund des schwierigen und steinigen Passagen als anspruchsvoll eingestuft.

Am ersten Tag sind wir also vom Fjordland aus gestartet und wurden sogleich vom Regenwetter begrüßt. Leider konnten wir daher die hier sonst üblichen weiten Aussichten auf die Darren Mountains und das Hollyford Valley nicht genießen. Zum Glück hatten wir bereits im Vorfeld das Gebiet bei Sonnenschein genießen können, so war die Enttäuschung nicht allzu groß.

Abends an der Lake MacKenzie Hütte haben wir uns im namensgebenden See noch erfrischt und dann am Feuer wieder aufgewärmt.

Der zweite Tag war dann der lange und schwierige Teil des Tracks. Der einsetzende Starkregen (ca. 80mm am Tag) hat die Passage über den Harris Pass nicht erleichtert 😅😬

Der Vormittag war eine Wasserschlacht, die Wanderwege waren Bäche und die Felswände eigentlich nur noch Wasserfälle. Der Track wurde quasi eine semi-aquatische Erfahrung 🌊 Aber mit den Worten der Hüttenwärterin im Kopf sind wir klitschnass weiter gestapft: "Ihr seid im Fjordland. Man muss sich damit abfinden, dass man nass wird. Wichtig ist das man warm bleibt. Daher bleibt in Bewegung."

Das war ein ganz vortrefflicher Ratschlag 😅😊

Oben am Pass angekommen wurde das Wetter zum Glück milder und wir hatten nur noch normalen Regen und konnten hier und da sogar etwas Berge zwischen den Wolken sehen. Hier konnte man erahnen, dass der Track bei guten Wetter unglaubliche Aussichten bieten muss.

Der Abstieg war nicht mehr ganz so anspruchsvoll und wir hatten eine gute Aussicht auf die Ebenen durch die der Routeburn mäandiriert. Am Abend konnte wir bei der Routeburn Flats Hut dann nochmal im Fluss baden - nass war man ja eh schon.

Am nächsten Morgen haben wir gemälich und bei besten Sonnenschein den Rest des Tracks zurück gelegt.

Somit hatten wir eine richtige "Fjordland-Experience" mit so fast allen Wetterlagen innerhalb der drei Tage.